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Eine der wichtigsten Teildiziplinen im Internetmarketing ist das so genannte Suchmaschinen-Marketing. Hierbei geht es um alle Marketing-Maßnahmen, die damit im Zusammenhang stehen, dass man als Anbieter in den Suchergebnissen von Suchmaschinen zu relevanten Suchausdrücken überhaupt gefunden bzw. gut gefunden wird. Gut gefunden zu werden bedeutet in der Praxis, dass man unter den ersten 10 Suchergebnissen zu den jeweils wichtigsten Keywords (Suchbegriffen, Suchphrasen) aufgeführt ist. Dies ist insofern wichtig, als Studien immer wieder zeigen, dass kaum ein Internetnutzer in einer Suchmaschine die ersten 20, 30 oder mehr Suchergebnisse anschauen, prüft und ggf. besucht. Wird der Nutzer unter den ersten von der Suchmaschine präsentierten Treffern nicht fündig, dann passt er in der Regel die Suchanfrage an, d.h. ändert oder ergänzt den Suchbegriff um weitere Schlagwörter, um sein Anliegen näher zu beschreiben.
Das Suchmaschinen-Marketing als solches unterteilt sich in zwei Sub-Disziplinen: (A) Suchmaschinenoptimierung / Search Engine Optimization (SEO) / Suchmaschinen-Ranking-Optimierung / Organic Search... (B) Suchmaschinenwerbung / Search Engine Advertising (SEA) / Keyword Advertising / SEM / Paid Search oder...
Die Aufzählung zeigt bereits, wie viele (ähnliche) Begrifflichkeiten hier genutzt werden, um bestimmte Kanäle und Aktivitäten zu beschreiben. Der elementare Unterschied zwischen (A) und (B) besteht darin, dass es im Fall von (A) um die 'natürlichen' Suchergebnisse geht, während (B) sich auf eindeutig als solche erkennbare und gebuchte Werbung bezieht.
Grundsätzlich sind die 'normalen' Suchergebnisse der gängigen großen Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo etc. vom Prinzip her nicht käuflich. Das heißt: die Reihenfolge der Treffer (das so genannte Ranking der einzelnen Suchergebnisse bzw. Suchtreffer) basiert auf einem 'neutralen', nach bestimmten Faktoren und Kriterien 'objektiven' Algorithmus. Man kann vom Grundprinzip her die Platzierung zu einem Keyword in den Suchergebnissen also nicht ohne weiteres direkt 'kaufen'. Am Beispiel: Wenn man in Google nach 'Partei' sucht, erfolgt die Reihenfolge der Treffer und Partei-Websites nicht danach, ob z.B. die CDU oder die SPD mehr Geld an Google bezahlt hat. Statt dessen an Google selbst eine Reihe von technischen Faktoren und Kriterien, um zu bestimmen, ob nun die Website der CDU oder die Website der SPD oder die Website einer anderen Partei der beste bzw. relativ zu den anderen Suchergebnissen bessere Treffer ist und deshalb vorn bzw. weiter vorn in den Suchergebnissen platziert und präsentiert werden sollte. Dass man trotzdem mit Geld und verschiedenen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung die Platzierung einer konkreten Website in den Suchergebnissen in gewisser Weise beeinflussen kann, steht auf einem anderen Blatt.
Als Ergänzung zu den 'natürlichen' Suchergebnissen blenden Suchmaschinen wie Google bezahlte Anzeigen von Werbekunden ein. Wenn zum Beispiel ein Anbieter für Golfzubehör mit seinem Shop zum Stichwort "Golfschläger" nicht unter den ersten Suchergebnissen in Google.de gefunden werden kann, dann hat er die Möglichkeit, bei Google eine Werbeanzeige zu schalten, die immer dann eingeblendet werden soll, wenn ein Internetnutzer in Google nach Golfschlägern sucht. Hier spricht man dann von Keyword Advertising (oder den anderen im o.g. Fall B erwähnten Synonymen). Das Bewerben einzelner Keywords / Suchausdrücke geschieht in Google über ein System namens Google AdWords. Hier können Werbekunden im Do-it-yourself-Verfahren Anzeigen selbst einrichten, gestalten, steuern, auswerten. Wollen mehrere Onlineshops für Golfschläger mit einer Anzeige bei Suchen nach Golfschlägern sichtbar sein, dann entscheidet u.a. ihre Zahlungsbereitschaft darüber, ob der einzelne überhaupt sichtbar ist und auf welcher Position / in welcher Reihenfolge die Anzeigen platziert werden.
Etwas erschwert wird das Verständnis der Begrifflichkeiten dadurch, dass das Schlagwort "Suchmaschinen-Marketing" einerseits als Oberbegriff für Suchmaschinenoptimierung (=A) und Keyword Advertising (=B) genutzt wird, andererseits häufig aber auch allein die Sub-Disziplin (B) mit Suchmaschinen-Marketing umschrieben wird. Um dieses Begriffsdurcheinander zu umgehen, geht man tendenziell dazu über, den Bereich (B) als Suchmaschinenwerbung bzw. Search Engine Advertising zu bezeichnen.
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